1. Worauf der TikTok-Algorithmus wirklich achtet
Der TikTok-Algorithmus stützt sich nicht in erster Linie darauf, wie viele Follower du hast oder wie viele Likes du bekommst. Er achtet vor allem auf drei Signale: wie lange die Menschen beim Video bleiben, ob sie es bis zum Ende ansehen (oder es erneut ansehen) und ob sie es teilen. Ein 15-Sekunden-Video, das 8 von 10 Personen komplett ansehen, ist für den Algorithmus deutlich mehr wert als ein 60-Sekunden-Video, das nach den ersten 5 Sekunden abgebrochen wird.
Das hat eine praktische Konsequenz: Die Länge des Videos zählt weniger als das Tempo. Besser ein kurzer Inhalt, der alle bis zum Ende hält, als ein langer, vollständiger, aber in der Mitte langweiliger.
2. Die Formate, die auf TikTok funktionieren
- Vertikale Videos, gedreht oder konzipiert für den Handybildschirm, nicht aus einem anderen Format zugeschnitten.
- Hook in den ersten 2-3 Sekunden: eine Frage, eine klare Aussage, ein überraschendes Detail. Passiert in diesem Moment nichts, scrollen viele weiter.
- Praktische Inhalte: "wie man X in Y Schritten macht", zu vermeidende Fehler, Vorher/Nachher.
- Kurzer eingeblendeter Text, für alle, die ohne Ton schauen.
- Trends und aktuelle Sounds gezielt eingesetzt, nicht wahllos: Sie helfen bei der Entdeckung, aber nur, wenn der Inhalt auch ohne sie Sinn ergibt.
3. Wie oft posten
Auf TikTok zählt der Rhythmus mehr als auf anderen Plattformen, weil der Algorithmus neue Inhalte laufend bei Publikum testet, das dir noch nicht folgt. 3 bis 5 Mal pro Woche zu posten ist eine vernünftige Basis, um dem Algorithmus genug Material zum Bewerten zu geben; unter 3 Mal ist es schwer, eine nützliche Historie aufzubauen.
Besser 3 regelmäßige Videos pro Woche über zwei Monate als 10 Videos in der ersten Woche und dann Stille. Konstanz wiegt mehr als eine auf einen Moment konzentrierte Menge.
4. Die Unterschiede zu Instagram
- Auf TikTok zählt die Entdeckung (Für dich) mehr als die Follower: Auch ein neues Konto kann Menschen erreichen, die es nicht kennen, wenn das Video die Aufmerksamkeit hält.
- Auf Instagram zählen die Follower noch stark: Wer dir folgt, sieht deine Inhalte zuerst, auch wenn Reels mit eigener Logik ebenfalls außerhalb der Follower gepusht werden.
- TikTok belohnt schnelles Tempo und weniger "konstruierte" Inhalte; auf Instagram zählen Ästhetik und visuelle Konsistenz des Profils mehr.
- Auf TikTok kann ein Video auch Wochen nach der Veröffentlichung noch wachsen; auf Instagram haben Reels ein kürzeres Sichtbarkeitsfenster.
5. Konsistent bleiben, ohne den ganzen Tag mit dem Schneiden zu verbringen
Das häufigste Problem ist nicht zu verstehen, was auf TikTok funktioniert: Es ist, jede Woche die Zeit zu finden, es konstant zu tun, mit jedes Mal einer anderen Idee und ohne sich zu wiederholen.
Carosell hilft dir bei der vorgelagerten Arbeit: Es generiert markenkohärente Ideen, schreibt die Texte und bereitet die Grafik der Karussells vor, sodass du mit fertigen Inhalten statt einem leeren Blatt zum Veröffentlichungsmoment kommst. Die Veröffentlichung auf TikTok startet, wie auf Instagram und Threads, erst, wenn du sie genehmigst.